Abenteuer Auslandssemester: Seit drei Monaten in Madrid.

Seit etwas mehr als drei Monaten bin ich nun schon in Spanien, damit ist mehr als die Hälfte unseres Auslandssemesters vorbei. Und die Zeit rast, auch wenn ich das irgendwie jedes Jahr denke. Doch 2019 war bisher wirklich verrückt.
Daher wird es jetzt auch Zeit, dass ich all diese Erlebnisse festhalte.
Auch, wenn es hier aktuell ziemlich grau, kühl und ungemütlich ist, kann ich sagen, dass ich mich selten irgendwo so zuhause gefühlt habe, wie hier.
Die spanische Hauptstadt ist zwar prachtvoll, beliebt und wunderschön, jedoch nicht zu riesig. Zu Fuß kannst du wirklich so gut wie alles erkunden, man verliert nicht so schnell die Übersicht und entdeckt in jeder Straße wieder etwas Neues.
Trotzdem ist Madrid auch nicht zu klein, es ist immer etwas los und wenn man mal ein Wochenende nicht in der Stadt ist, verpasst man unzählige Veranstaltungen, Konzerte und Möglichkeiten.
Google Maps brauche ich eigentlich inzwischen so gut wie gar nicht mehr, ich habe schon einige Lieblingsrestaurants und -bars und spreche so gut Spanisch wie noch nie zuvor.
Ist ja auch irgendwie logisch, doch genau das erhofft man sich ja von einem Austausch. Ich verdanke Madrid also unheimlich viel.
Los geht’s mit dem Dreimonatsupdate! 🙂


GEFEIERT

Meinen 21. Geburtstag, hier in Madrid, umgeben von Freunden aus Spanien, den USA, den Niederlanden, Frankreich, Litauen und Deutschland. Erst haben wir uns dafür alle bei mir zu Hause getroffen und in der Wohnung reingefeiert. In sechs Sprachen zum Geburtstag besungen zu werden hat wirklich etwas! 😉 Das war eigentlich schon das größte Geschenk für mich und ich habe mich so unglaublich gefreut, von so vielen tollen Menschen umgeben zu sein. Die Nacht zum Tag gemacht haben wir anschließend noch in einem von Madrids vielen Clubs, wo wir bis spät in die Nacht getanzt haben.
Tagsüber gab es dann einige zuckersüße Geburtstagsüberraschungen von Familie und Freunden, allen voran ein Video, das meine Wiesbadener Mädels für mich zusammengestellt haben. Alle zwölf haben mir einen kurzen Clip aus dem Land, in dem sie gerade ihr Auslandssemester machen, geschickt und noch dazu ganz viele liebe Geburtstagsgrüße übermittelt. So eine tolle Erinnerung, ich habe mich wirklich unendlich gefreut!
Außerdem ganz wunderbar war der tolle Geburtstagsbrunch mit meiner besten Freundin Sophie und meiner „Zwillingsschwester“ Nicole, die ebenfalls am 1. März 21 geworden ist.
Der Tag endete dann damit, dass ich meinen Freund nach fast sieben Wochen wieder in die Arme schließen konnte.
Ich hätte also nicht glücklicher sein können an diesem 21. Geburtstag! 🙂

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GEREIST

Im Vergleich zu vielen anderen hier eigentlich nur sehr wenig. Das liegt aber irgendwie hauptsächlich daran, dass ich mich nicht von Madrid trennen kann und möchte. Hier ist wirklich IMMER etwas los, jedes Wochenende gibt es unzählige Angebote und irgendwie unternimmt man auch permanent etwas.

Trotz alledem habe ich mir das Reisen natürlich nicht nehmen lassen! 😉

Ende Februar habe ich mich bei meiner Freundin Kati revanchiert und sie in Sevilla besucht. Dort habe ich dann zum ersten Mal in diesem Jahr meine Birkenstocks ausgepackt und mit Kati die Sonne genossen. Da ich Sevillas beste Reiseführerin meine Freundin nennen kann, habe ich natürlich nur das Beste geboten bekommen! Gemeinsam haben wir uns in das bunte Leben Sevillas gestürzt, viel gesehen, nach einer durchtanzten Nacht um 15 Uhr gefrühstückt, viel mit Katis Mitbewohnern unternommen, gerne auch Mal zwei „La abuela“- Eis an einem Tag gegessen, bis tief in die Nacht geredet und einfach nur unglaublich viel gelacht.

Danke liebste Kati, dass du mir „dein“ Sevilla gezeigt hast! Besser hätte es gar nicht sein können! ❤

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Relativ spontan ging es dann für mich mit drei meiner Freundinnen, die ich hier in der Uni kennengelernt habe, nach Mallorca.
Für unseren Wochenendtrip hatten wir uns ein sehr schönes Hostel, nicht weit entfernt von Palma ausgesucht. Da wir Ende März unterwegs waren, hatten wir die meisten Orte auch mehr oder weniger für uns alleine, sehr angenehm.
Freitagmorgen dann ein unfassbar leckeres Frühstück und ab zur Autovermietung, Schlüssel abholen und los. Was für ein unbeschreibliches Gefühl der Freiheit.
Innerhalb von diesem einen Tag konnten wir einiges sehen, die Drachenfelsen, einen wunderschönen Strand, riesige Felsen und einen atemberaubenden Sonnenuntergang. Außerdem konnte ich das erste Mal in diesem Jahr ins Meer springen und für eine halbe Stunde alles um mich herum vergessen. Für mich gibt es auf der Welt einfach nichts Schöneres.
Am Abend davor haben wir uns natürlich auch noch in Palma umgesehen, Tapas gegessen, ein Weinchen getrunken und uns so einige Lachbauschmerzen eingefangen.

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GESPROCHEN

Spanisch. Ganz viel. Mit all‘ den tollen Leuten, die ich hier kennengelernt habe und für die ich unfassbar dankbar bin. Alle sagen mir, dass sich mein Spanisch wirklich schon sehr sehr verbessert hat, seit sie mich kennen. Das freut mich natürlich riesig!
Denn inzwischen denke ich wirklich auf Spanisch, wenn ich mich mit jemandem unterhalte. Die ganzen Zeitformen und auch der Subjuntivo ergeben irgendwie langsam Sinn und richtige, ausgiebige Gespräche sind möglich, endlich!

Natürlich auch ganz viel Englisch, eine Mischung aus Englisch und Spanisch, eine Mischung aus Englisch, Spanisch und Deutsch, einfach alles. Hier werde ich auch gerne „Translator“ genannt, was meine Situation ganz gut beschreibt!

Doch es macht mich wirklich sehr glücklich, dass ich inzwischen problemlos drei Sprachen fließend spreche, das ist wirklich ein großes Geschenk und öffnet ungeahnte Türen.

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GEFLOGEN

Nach Hause, für ein Wochenende, um meinen großen kleinen Bruder zu überraschen. 18 wird man schließlich nur einmal im Leben, daher musste das einfach sein. Sonst hätten mich wahrscheinlich keine zehn Pferde aus Madrid weggekriegt, doch für den besten kleinen Bruder der Welt konnte ich gar nicht anders, als mich für 3 Tage ins kühle Deutschland zu begeben. 😉 Hat sich definitiv gelohnt, da ich meine Großeltern direkt noch mitüberraschen konnte, meine Familie wiedergesehen und viel zu viel Kuchen verspeist habe.

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GEFREUT

Über noch mehr liebe Besucher.

Über meine liebste Julia und ihren Freund, die direkt spontan mit mir und meinen Freunden feiern waren, die schönsten Ausblicke über die Stadt genossen und fantastische Tapas gegessen haben.

Außerdem darüber, Alex nach über sechs Wochen wiederzusehen und ihm alle meine Lieblingsorte in Madrid zu zeigen, in der Sonne zu liegen und endlich wieder ein bisschen gemeinsamen Alltag zu haben.
Mein liebster „Schwager“ Stephan, der selber längere Zeit in Spanien gelebt hat und sich daher wirklich auch sehr gut hier auskennt, hat mir mit Alex zusammen ebenfalls einen Besuch abgestattet. 🙂

Im sonnigen März konnte ich dann nach langer Zeit meine liebe Freundin Sophie wieder in die Arme nehmen und ganz fest drücken. Gemeinsam mit ihrem Freund Felix stand auch für sie ein Kurzurlaub in Madrid an, den sie, wie es sich gehört, mit einem leichten Sonnenbrand, sehr gutem Essen im Bauch und vielen schönen Erinnerungen im Kopf beenden konnten.

Und last but definitely not least: meine SeitüberzehnJahrenanmeinerSeiteundbitteniewiederwoanders Lieblingsmädels Constanze, Patrizia und Wiebke. Auch, wenn sich Madrid hier teilweise wettertechnisch nicht gerade von seiner besten Seite gezeigt hat, lassen sich unsere fünf gemeinsamen Tage mit fünf Worten beschreiben: wiedersehensfreudig, essensreich, durchtanzt, totgelacht und einfach legendär!

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GEARBEITET

In Gruppen. In wirklich JEDEM Fach. An sich auf jeden Fall eine gute Möglichkeit, neue Leute kennen zulernen, sein Spanisch zu verbessern und auch im Team nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen. Doch der organisatorische Aufwand dahinter treibt einen irgendwann in den Wahnsinn…
Das ist auf jeden Fall anders, als ich es in Wiesbaden gewöhnt bin.
Allgemein ist der Workload unter dem Semester in Spanien deutlich höher als in Deutschland. Jede Woche stehen Assignments, Partnerarbeiten oder kleine Tests an.
Jedoch kann man auch das als Chance sehen, denn somit gewinnt man für die Endnote schon einige kleine Puffer, die ein wenig die Angst vor den Abschlussklausuren nehmen. 😉


GETANZT

Durch die Nacht, manchmal auch tagsüber, Sonntagsabends und vor allem durch Madrid.
Zwei Mal auf dem „After Brunch“ am Sonntag, wo ich auch definitiv ein drittes Mal im April hingehen werde. Für dieses „Tagesfestival“ kommt wirklich ganz Madrid zusammen und genießt die Technomusik und das Zusammensein.
Eine sehr schöne Art, das Wochenende zu beenden! 🙂

Sobald die Sonne durch die Wolken bricht, bin ich einfach nur unfassbar glücklich hier. Und wettertechnisch sind wir hier wirklich sehr verwöhnt, es regnet eigentlich so gut wie nie und die erste leichte Sommerbräune macht sich auch schon erkennbar. Die Ausnahme, die die Regel bestätigt? Letztes Wochenende. 5-10 Grad und Regen. Und das ausgerechnet, als meine Freundinnen aus Deutschland zu Besuch hier waren! Noch dazu war das Wetter an diesem Wochenende in Deutschland sogar besser als hier. Zum ersten Mal, seit ich in Madrid bin. Der April, der April, der macht was er will, oder wie war das?

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(um)GEZOGEN

Ende März, in eine neue Wohnung ca. 10 Minuten von der alten entfernt. Habe es mir wirklich lange überlegt, doch wenn man trotz zwei Fumigations zum dritten Mal innerhalb von sechs Wochen Bettwanzen in seinem kompletten Zimmer hat, ist das irgendwann wirklich nicht mehr lustig. Gute Entscheidung, auch, wenn sie mir echt schwer gefallen ist.
Nun genieße ich mein bettwanzenfreies Leben im Herzen Madrids und freue mich sehr über meine tollen neuen Mitbewohner, zwei Französinnen, ein Amerikaner und ein Spanier.

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GEFAHREN

Zum ersten Mal mit dem Renfe, nach Segovia mit meinen Mädels hier. Zugfahren in Spanien hat wirklich etwas! Auch, wenn es anfangs alles etwas chaotisch war, hat es letztendlich super geklappt, wir hatten eine tolle Fahrt und waren sehr begeistert.

Rund um Madrid gibt es allgemein sehr viel zu sehen. Sei es Toledo, Segovia oder El Escorial – die kleinen Orte in der Nähe der Hauptstadt haben sehr viel zu bieten.

So schlenderten wir bei strahlendem Sonnenschein durch Segovias Altstadt, konnten einen Traumhaften Ausblick rund um den Álcazar genießen und uns bei mittäglichem Sangríatrinken in einem der kleinen Restaurants auf dem Plaza Mayor schon einen leichten Sonnenbrand auf der Nase holen.
Alles in allem also ein sehr gelungener spontaner Kurztrip! 🙂

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Außerdem gefahren: zum ersten Mal (als Beifahrerin 😉 ) mit dem Motorrad von der Uni nach Hause. Statt 40 Minuten sind es dann nur noch 15, ein Traum.
Anfangs noch etwas Bammel gehabt, jetzt liebe ich es!
Besonders seit wir einmal abends noch durch das nächtliche Madrid gefahren sind.
Rund herum die hellen Lichter der Stadt, ein paar Motorengeräusche, selbst die Hauptstadt kommt langsam zur Ruhe. Immer leerer werdende Straßen. Und der Wind, den man vor lauter Freude gar nicht mehr wirklich spürt. Wie im Film.
Oh Madrid, ich bin einfach so verliebt in dich!

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Genau 40 Tage bleiben mir noch. 40 Tage Madrid und 40 Möglichkeiten, noch einmal die beste Zeit meines Lebens zu genießen! 🙂

 

 

 

 

 

Verfasst von

Herzlich willkommen! Schön, dass du da bist. Hier findest du eine Kombination aller meiner Leidenschaften: Reisen, Schreiben, Fair Fashion und Sport. Viel Spaß beim Lesen!

2 Kommentare zu „Abenteuer Auslandssemester: Seit drei Monaten in Madrid.

  1. Das hast du echt mal wieder wunderschön geschrieben, meine liebste Amelie.
    Und wieder einmal mehr merke ich wie glücklich du aktuell bist und das freut mich einfach nur unendlich!
    Mil besos de Helsinki a Madrid ❤

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